Rauchen

Egal ob Zigarette, Zigarre oder Pfeife – Rauchen schadet nicht nur Ihrer Lunge und anderen inneren Organen, sondern schädigt auch massiv Ihre Zähne und den Zahnhalteapparat. Einerseits wird durch den Luftstrom der Mundraum ausgetrocknet, sodass viel schneller Zahnstein entsteht und andererseits gelangt das Nikotin über die Schleimhäute und die Lunge in den Blutkreislauf und verengt dort die Blutgefäße. Das hat zur Folge, dass das Zahnfleisch nicht mehr so gut durchblutet wird und die körpereigene Immunabwehr geschwächt wird. Damit steigt das Risiko an Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) zu erkranken um das Fünf- bis Sechsfache.
Durch die verengten Blutgefäße haben Raucher seltener Zahnfleischbluten, obwohl es schon entzündet ist. Das ist besonders tückisch, da die Betroffenen das erste Anzeichen der Erkrankung leicht übersehen können. Außerdem heilen durch die schlechtere Durchblutung Wunden bei Rauchern langsamer. Für eine besonders schmerzhafte Komplikation nach Zahnextraktion- die eitrige Entzündung des Kieferknochens rund um den gezogenen Zahn- ist auch das Rauchen hauptsächlich verantwortlich.
Die schwerwiegendste Krankheit stellt der Mundhöhlenkrebs dar. Raucher haben ein sechsfach höheres Risiko daran zu erkranken als Nichtraucher und trotz Verbesserung in der Früherkennung ist die Prognose nach wie vor schlecht.
Gegen die vermehrte Zahnsteinbildung ist es einfacher Maßnahmen zu ergreifen: das Zähneputzen darf nicht nur auf das Putzen mit der Zahnbürste beschränkt sein, sondern zusätzliche Hilfsmittel wie Zahnseide oder Interdentalbürstchen und eine wirksame Spüllösung sollten selbstverständlich sein. Außerdem sollte mehrmals pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung (Mundhygiene) beim Zahnarzt durchgeführt werden, damit keine schweren Zahnfleischerkrankungen auftreten und der Knochenabbau nicht voranschreitet.

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