Weisheitszähne

Weisheitszähne

Als Weisheitszähne werden die achten Zähne ab der Mitte weg bezeichnet und ihr Name leitet sich vom Zeitpunkt des Durchbruchs in die Mundhöhle ab. Dieser tritt- wenn überhaupt- erst im Erwachsenenalter ein.

Oft liegt der Weisheitszahn schräg oder verdreht im Knochen und wird die Kauebene nicht erreichen können. Dies bedeutet, dass er nicht zum Kauen verwendet werden kann. Ausserdem besteht durch die Fehlposition die Gefahr, dass Nachbarzähne beschädigt oder verschoben werden. In diesem Fall ist eine vorzeitige Entfernung des Weisheitszahnes zu empfehlen.

Vor allem die unteren Weisheitszähne verursachen wegen ihrer problematischen Lage und wegen Platzmangels immer wieder Probleme beim Durchbruch. In dieser Zeit bildet die Zahnfleischtasche über dem Weisheitszahn ein Reservoir für Speisereste, die sich häufig entzündet und sogar zu Abszessen führen kann. Sollte dies mehrmals passieren, ist ebenfalls eine Entfernung des Weisheitszahnes angezeigt.

Dieser Eingriff kann in den meisten Fällen in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Ein paar Tage postoperativ wird die betroffene Backe geschwollen und schmerzhaft sein, was aber mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten im erträglichen Rahmen gehalten werden kann. Die Entfernung sollte idealerweise schon im Jugendalter (im Röntgenbild ist die Lage auch schon vor dem Durchbruch in die Mundhöhle beurteilbar!) durchgeführt werden. Nach dem 30. Lebensjahr ist eher davon abzuraten, da die Regenerationsfähigkeit des Kiefers abnimmt und die Lücke nicht wieder vollständig mit Knochen aufgefüllt wird.

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