Zahnimplantate

Wenn ein oder mehrere Zähne verloren gegangen sind, kann man anstelle der Wurzeln sogenannte Zahnimplantate (Schrauben aus Titan) in den Knochen setzen. Implantate sind der beste Zahnersatz, da sie wie eigene Zähne (Zahnwurzeln) funktionieren und auch so belastbar sind.

Voraussetzung für eine Implantation ist, dass noch genügend Knochen vorhanden ist. Wenn der Zahnverlust schon längere Zeit zurück liegt und der Knochen schon abgebaut ist, kann dieser in einer zusätzlichen Operation wieder angelagert werden.

In Lokalanästhesie wird das Implantat in den Knochen geschraubt und das Zahnfleisch darüber dicht vernäht. Nach der Einheilzeit von ca. zwei bis drei Monaten ist das Implantat fest mit dem Knochen verwachsen und hält problemlos allen Kaukräften stand.

Die Implantation ist mit vergleichbar sehr geringen Schmerzen verbunden. Im Knochen selbst ist nichts zu spüren, nur die Wunde an der Mundschleimhaut braucht ca. fünf bis sieben Tage zur Abheilung.

Das Spektrum reicht von einzelnen Zähnen bis zur Versorgung eines gesamten Kiefers. Da bei Implantaten eine Kraftübertragung beim Kauen in den Knochen gewährleistet ist, kommt es nicht zu vorzeitigem Knochenabbau oder Überbelastung der Restbezahnung. Sehr oft werden nach Verlust von Backenzähnen die Frontzähne zum Kauen verwendet, wofür sie aber nicht vorgesehen sind.

Häufig werden Implantate eingesetzt, wenn eine totale Unterkieferprothese nicht den nötigen Halt bietet. Durch zumindest zwei (besser vier) Implantate wird die Prothese im Unterkieferknochen fixiert und führt zu wesentlich besserem Kaukomfort.

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